Modelabel Carharrt: Von robuster Arbeitskleidung zu Hip-Hop-Mode

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Modelabel Carharrt: Von robuster Arbeitskleidung zu Hip-Hop-Mode

Das amerikanische Modelabel Carharrt blickt auf eine frühe Entstehungsgeschichte im 19. Jahrhundert zurück.

Im Jahr 1889 wurde Carharrt von Hamilton Carharrt in Detroit gegründet, um Stahl- und Eisenbahnarbeiter mit robuster Arbeitskleidung zu versorgen. Besonders die Carharrt-Latzhose wurde in dieser Zielgruppe populär.

Noch vor dem 1. Weltkrieg wurde nach Kanada und Frankreich expandiert, in den folgenden Kriegsjahren produzierte man Kleidung für die amerikanischen Soldaten.

Die funktionale Arbeitskleidung, wie fällige Baggypants, weite Jacken und Hoodies, fand in den 1970er- und 1980er-Jahren in Amerika unerwartet Anhänger in der Hip-Hop- und Skateboard-Szene, vor allem auch weil die Kleidung deutlich günstiger war als die von bekannten Modemarken.

Carharrt kommt nach Europa (Carharrt WIP)

Genau 100 Jahre später nach der Gründung von Carharrt – 1989 – beginnt der Schweizer Edwin Faeh, Carharrt-Arbeitskleidung nach Europa zu importieren.

Fünf Jahre später erhält er eine Lizenz von Carharrt, dass er unter diesem Namen eine eigene Kollektion entwerfen und verkaufen kann. Die europäische Carharrt-Produktion läuft unter der Bezeichnung Carhartt – Work in Progress (WIP). Der Unternehmenshauptsitz befindet sich seitdem in Weil am Rhein nahe der Schweizer Grenze.

Zeitlose robuste Mode aus Baumwolle

Die Carharrt-WIP-Modelle sprechen junge Menschen aus der BMX-, Hip-Hop- und Skaterszene an, Baggyjeans, Hoodies, T-Shirts, Pullover, Flanellhemden, Overalls, Parka und Cordjacken sowie Accessoires wie Caps, Gürtel, Sonnenbrillen, Taschen, Strümpfe, Handschuhe und Mützen runden das Sortiment bei den Herren ab.

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Carharrt WIP bietet mittlerweile auch Damenmode an, ebenfalls für die junge Zielgruppe ab 15 Jahren, die auf lässige Schnittführung und unkomplizierte Materialien steht.

Jeansröcke, Bib Skirts (Latzröcke), lässige Parka, Steppjacken, weite Mäntel, Sweats, Pullover, T-Shirts, Overalls und Shorts: Die Schnitte sind bequem, sportlich und zeitlos. An den fälligen Cordjacken und Mäntel lässt sich das Erbe von Carharrt noch erkennen: Robuste und strapazierfähige Arbeitskleidung für Blue-Collar-Berufe im 19. Jahrhundert.