Der Parka: sportlich, lässig, cool
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Der Parka gehört für mich zu den modischen „Jungmachern“, vor allem wenn man das richtige Modell mit vielen sportiven Extras auswählt.

Er ist eine lässige und jugendliche Alternative zum eleganten Blazermantel und eine bequemere Variante des ebenfalls sehr sportiven Trenchcoats.

Ursprung bei den Inuit und im Militär

Seinen Ursprung hat der Parka nicht in der Modewelt, sondern wurde bei den Inuit, den Bewohnern Grönlands entdeckt. Das Wort „Parka“ bedeutet in deren Sprache „Hitze“, das Kleidungsstück wurde aus Seehundhaut angefertigt.

Im englischen Sprachgebrauch taucht das Wort „Parka“ zum ersten Mal im 18. Jahrhundert als russisches Lehnwort auf. Die sportive Jacke, auch als Anorak bezeichnet, wurde später in den 1940er-Jahren als Winterkleidungsstück im Militär der US-Armee und der Bundeswehr getragen.

Ihre wesentlichen Details waren damals ihr weiter, gerader Schnitt, ein wärmendes Innenfutter, eine (abnehmbare) Kapuze und große geräumige Taschen im unteren Jackenbereich. Diese Elemente finden sich auch heute noch in den verschiedenen Parka-Ausführungen.

Der Eintritt in die Modewelt

Erst in den 1960er-Jahren wurde der Parka sozusagen „modefähig“. Als damals der sogenannte Military-Look aufkam, entdeckte die Modewelt auch die sportive Jacke in gedeckten dunkelgrünen oder dunkelblauen Farbtönen für sich.

Darüber hinaus wurde er zu einem Erkennungszeichen der Mods, einer Subkultur, die in Großbritannien in den frühen und mittleren 1960er-Jahren aufgekommen ist. Der Parka wurde zu ihrem „Staubmantel“, mit dem man die teure Kleidung darunter schützen wollte.

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Mit diesen Modellen haben die Parka von heute nicht mehr viel zu tun, so detailreich und aufwändig verarbeitet sind sie mittlerweile.

Parka-Details

Den Parka gibt es in vielen Varianten, aber die folgenden Details machen einen Parka erst zum Parka:

  • Große Taschen im Beckenbereich, meist aufgesetzt und mit einer Taschenklappe verschließbar
  • Dezente Farben wie Dunkelblau, Khaki, Olivgrün, Beige, Grau, Schwarz, Braun, aber auch in Dunkelrot, immer unifarben
  • Weiches, warmes Innenfutter, in teuren Modellen auch herausknöpfbar
  • Reißverschluss kombiniert mit Druckknöpfen als Jackenverschluss
  • Ärmel von moderater Weite, also eher schmal als zu fällig
  • Taschendetails mit Reißverschlüssen im Brustbereich
  • Tunnelzüge am Saum, in der Taille und auch an der Kapuze, falls eine vorhanden ist
  • Pflegeleichtes Material des Oberstoffes (Baumwoll-Polyester-Nylon-Gemisch), das sich gut waschen lässt

Durch seine gedeckten Farben und die Pflegeleichtigkeit des eingesetzten Textiles ist der Parka ein unkomplizierter Begleiter im Herbst und da gerade bei ungemütlichem Wetter. Denn oft ist er auch wasserfest, sodass man mit ihm nicht nur in der Stadt bummeln kann, sondern auch Spaziergänge bei Wind und Wetter machen sich gut mit dem Parka.

Außerdem steht er so gut wie jeder Frau, egal welche Figur sie hat.

Parka-Style

Er ist ein echtes Chamäleon, denn nicht nur sportive Kleidung wie Cordhose, Jeans oder Jogginghose mit Sportschuhen passen gut zum Parka, sondern auch ein eleganter Hosenanzug oder ein Kostüm verlieren – mit ihm kombiniert – ihre manchmal allzu große Eleganz.

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Wer Stilbrüche liebt, kann unter dem Parka auch ein mädchenhaftes Minikleid tragen.

Parka mit Pelz

Viele Parka mit Kapuze haben an dieser eine Pelzverbrämung. Oft handelt es sich dabei um echten Pelz. Wer dies nicht möchte, sollte genau hinschauen, ob der Pelz echt ist oder ob es sich um Kunstpelz handelt. Am Preis selbst lässt sich dies kaum noch ausmachen.

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