Die neuen Öko-Labels: Kreative Start-ups mit wertvollen Ideen
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Modisch haben die jungen Start-ups in der Öko-Textilbranche eines gemeinsam: Fashion unter dem Öko-Siegel muss keineswegs bieder aussehen. Im Gegenteil. Zeitlose und geschmackvolle Trendteile reihen sich neben aktuell populäre Vintage-Designs und die neusten Schnitte.

Doch die Labels präsentieren sich nicht nur im Zeichen innovativer Materialnachhaltigkeit, die sich zum Beispiel im Aufkommen veganer Mode zeigt. Im Gegenteil: Auch alte Konzepte werden im Sinne von Second Hand und der Sharing Economy neu aufgearbeitet.

Mode von Umasan: Innovative Designs für Veganer

Nachhaltige Mode junger Trendlabels sind mittlerweile in vielen Online-Shops vertreten. Das Segment der veganen Kleidung hingegen hinkt nach wie vor ein wenig nach. Das machte auch die eineiigen Zwillingsschwestern Sandra und Anja Umann 2010 zu einem Außenseiter in der Fashionbranche, die mit ihrem Label Umasan einen Meilenstein in der Mode setzten und daher noch im selben Jahr für den „Humanity in Fashion Award“ ausgezeichnet wurden.

Versorgen Labels wie Beyond Skin ökologisch motivierte Modeliebhaber mit nachhaltigen Trendschuhen, komplettieren die zeitlos designten Looks und fließend fallenden Stoffe von Umasan den Kleiderschrank um hochwertige Shirts und Jacken im Wasserfall-Stil sowie trendige Haremshosen. Inspiriert wurden die Kreationen der Schwestern von ihrem Interesse an der Kunst, fernöstlichen Philosophie und traditionellem Yoga.

Das Berliner Label Laremia: Star für eine Nacht

Im Sinne der Sharing Economy haben sich die Berlinerinnen Anna Mangold und Claudia von Boeselager etwas ganz Besonderes ausgedacht: Auf ihrer Homepage verleihen sie teure Designer-Roben sowie hochwertige Taschen und eleganten Schmuck. Auf die Idee kamen die beiden Jungunternehmerinnen, als sie auf mehreren Hochzeiten eingeladen waren und an einem bestimmten Punkt nicht mehr wussten, was sie tragen sollten.

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Seit der Gründung im Jahr 2013 ist der Online-Verleih inzwischen eine beliebte Anlaufstelle für all jene, die sich für eine kurze Zeit mit einem Kleid schmücken möchten, das sonst nur auf dem roten Teppich zu sehen ist. Die bis zu 900 Euro teuren Roben können von einem Mietpreis zwischen 60 und 120 Euro für vier Tage in Anspruch genommen werden. Das Positive: Eine Robe ist nicht nur einmalig, sondern in bis drei bis vier Größen mehrfach erhältlich.

Vite en Vogue: Designer-Ankauf im Internet

Nicht geliehen, sondern gekauft werden können Kleidungsstücke bei Vite en Vogue. Das Unternehmen hat sich auf Second Hand für Fortgeschrittene spezialisiert und bietet Designer-Mode bis zu einem Drittel des Originalpreises an. Das Label wurde im Jahr 2013 in Hamburg gegründet und legt Wert auf einen makellosen Zustand der eingekauften Gebrauchtware.

Dahinter steht die Reverse Retail GmbH mit ihren 25 Mitarbeitern, die für die Beschaffung der Vintage-Mode zuständig sind und den Online-Shop pflegen. Denn dieser ist das Herzstück des Unternehmens: Zwar wurde das Rad nicht neu erfunden, doch der Second-Hand-Verkauf von Designer-Kleidung über das Internet zählt bislang noch nicht zu den Standardverfahren.

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