
Lust auf lange gepflegte Haare, aber es dauert Ihnen zu lange, bis sie auf natürliche Weise die gewünschte Länge haben? Dank Extensions bzw. Haarverlängerungen kann heute jede Frau schnell zu ihrer Traummähne kommen. Für welches Haar – Kunst- oder Echthaar – man sich letztendlich entscheidet, hängt meist vom Preis und vom Pflegeaufwand ab.
Echthaar oder Kunsthaar: Wo liegt der Unterschied?
Der wesentliche Unterschied liegt, wie der Name schon sagt, im Ursprung. Extensions Echthaar bestehen aus natürlichem menschlichem Haar.
Bei menschlichem Haar wird noch unterschieden zwischen sogenanntem „Remy-Echthaar“, bei dem die Schuppenschicht intakt ist und in eine Richtung zeigt und „Non-Remy-Echthaar“, bei dem die Schuppenschicht nicht in eine Richtung zeigt. Dieses Haar ist günstiger, dafür nicht so langlebig wie Remy-Echthaar.
Kunsthaar wird aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Acryl hergestellt. Während moderne Synthetikfasern optisch immer besser werden, erkennt man den Unterschied spätestens bei der Haptik und der Bewegung des Haares: Echthaar fällt natürlich, schwingt mit dem Körper mit und besitzt einen gesunden, unaufdringlichen Glanz.
Die Vorteile von Echthaar-Extensions
Echthaar ist die erste Wahl für alle, die ein dauerhaftes und natürliches Ergebnis wünschen. Hier sind die wichtigsten Vorteile:
- Hitzebeständigkeit: Sie können Echthaar wie Ihr eigenes Haar mit dem Lockenstab stylen oder glätten. Bei Kunsthaar besteht hier oft Schmelzgefahr.
- Natürliche Optik: Die Extensions verblenden nahezu unsichtbar mit dem Eigenhaar.
- Langlebigkeit: Bei guter Pflege halten Echthaar-Extensions viele Monate, während Kunsthaar oft schon nach wenigen Wochen verfilzt.
- Färbbarkeit: Da es sich um natürliches Keratin handelt, können Echthaar-Strähnen (vorsichtig) getönt oder dunkler gefärbt werden, um sie perfekt anzupassen.
Die Nachteile von Echthaar-Extensions
Trotz der hohen Qualität gibt es im Vergleich zu Kunsthaar zwei Punkte, die Sie bedenken sollten:
Der Preis: Echthaar ist deutlich teurer in der Anschaffung. Es ist eine Investition in die eigene Schönheit.
Pflegeaufwand: Da die Extensions nicht mehr mit der Haarwurzel verbunden sind, erhalten sie keine natürlichen Nährstoffe. Sie benötigen daher mehr Feuchtigkeitspflege und spezielle Produkte als synthetisches Haar, das seine Form „statisch“ beibehält.
Gängige Methoden zur Befestigung
Es gibt verschiedene Wege, die Extensions im Haar zu verankern. Die Wahl der Methode hängt von Ihren Haarzielen und Ihrem Lebensstil ab:
- Bondings (U-Tips): Bei Bondings handelt es sich um dünne Streifen aus Echthaar, die mittels Hitze oder Ultraschall mit dem Eigenhaar verschmolzen werden. Diese Methode hält ca. vier bis sechs Monate.
- Tape-ins: Die Haare sind an Klebestreifen befestigt, zwischen die das Eigenhaar „geklebt“ wird. Die Methode hält ca. vier bis acht Wochen.
- Microrings: Hier werden die Extensions mit kleinen Metallringen am Eigenhaar fixiert – ohne Hitze oder Kleber. Sie sind zwischen drei und fünf Monaten haltbar, bevor sie wieder hochgesetzt werden müssen.
- Tressen (Weaving): Die Extensions werden eingenäht und sind ca. sechs bis acht Wochen haltbar.
- Clip-ins: Die Haartressen werden einfach mit Clips ins Haar gesteckt und abends wieder entfernt.

Bild: Extensions, Quelle: © shc9607/Pixabay.com
Selber machen oder ab zum Profi?
Ob man selbst Hand anlegen kann, hängt stark von der gewählten Methode ab und auch vom eigenen Geschick.
Clip-in-Extensions lassen sich recht einfach selbst im Haar befestigen. Bei Tape-ins wird es schon deutlich komplizierter. Wer es nicht riskieren will, mit schief eingesetzten Haarsträhnen und sichtbaren Tapes am Hinterkopf herumzulaufen, sollte sich die Extensions von Profis anbringen lassen.
Bei dauerhaften Methoden wie Bondings oder Microrings sollten Sie auf jeden Fall einen Friseur aufsuchen. Ein Profi sorgt nicht nur für die richtige Platzierung (damit keine kahlen Stellen entstehen), sondern achtet auch auf die Gewichtsverteilung. Falsch angebrachte Extensions können das Eigenhaar durch zu hohen Zug schädigen oder im schlimmsten Fall zu Haarausfall führen.
Die richtige Pflege von Echthaar-Extensions
Damit Ihre Investition in die Echthaar-Extensions möglichst lange glänzend und geschmeidig bleibt, ist die richtige Routine entscheidend. Da die Extensions nicht mehr über die Kopfhaut mit natürlichen Ölen versorgt werden, benötigen sie Ihre Hilfe von außen.
Hier sind die wichtigsten Pflegetipps für eine langanhaltende Traummähne:
Haare waschen
Kopfüber waschen verboten: Waschen Sie Ihre Haare immer aufrecht (z. B. unter der Dusche), um Verwirrungen und übermäßigen Zug an den Verbindungsstellen zu vermeiden.
Silikonfreie Produkte: Verwenden Sie spezielle Extension-Shampoos oder Produkte ohne Silikone, Öle und Alkohole direkt am Ansatz. Die genannten Substanzen können den Kleber oder das Keratin anlösen, sodass die Strähnen herausrutschen.
Conditioner nur in die Längen: Tragen Sie Spülungen oder Masken ausschließlich ab Ohrhöhe bis in die Spitzen auf.
Haare bürsten
Spezialbürste nutzen: Verwenden Sie eine Bürste ohne Noppen (meist mit Wildschweinborsten und längeren Kunststoffstiften). Diese gleitet über die Verbindungsstellen, ohne daran hängenzubleiben.
Haare von unten nach oben bürsten: Halten Sie die Strähnen am Ansatz fest und bürsten Sie erst die Spitzen, dann die Längen und zum Schluss den Ansatz.
Haare mehrmals am Tag bürsten: Bürsten Sie Ihre Haare mindestens zwei- bis dreimal täglich gründlich durch, um kleine Haarknötchen sofort aufzulösen.
Haare trocken und stylen
Haare nicht im Bett trocknen lassen: Feuchtes Haar verfilzt über Nacht sehr stark. Föhnen Sie deshalb wenigstens die Verbindungsstellen immer trocken.
Hitzeschutz ins Haar: Um der Austrocknung der Haare entgegenzuwirken, verwenden Sie vor dem Glätten oder Trocknen immer einen hochwertigen Hitzeschutz.
Tapes beim Föhnen schützen: Föhnen Sie nicht mit zu großer Hitze direkt auf die Tapes oder Bondings, da diese sonst weich werden könnten.
Tipp: Damit die Extension lange gut aussehen, empfiehlt es sich, spätestens alle sechs Wochen beim Friseur einen Reinigungsschnitt machen zu lassen. Der Friseur entfernt dabei kleine Haare, die sich zwischen den Extensions verfangen haben, damit sie sich nicht verfilzen.
Fazit
Wenn Sie Wert auf Qualität und ein natürliches Tragegefühl legen, ist Echthaar die beste Option. Für ein perfektes und haarschonendes Ergebnis lohnt sich auf jeden Fall der Gang zum Friseur, anstatt selbst Hand anzulegen.
(Bildquelle Artikelanfang: © annafill28/Pixabay.com)

Lust auf lange gepflegte Haare, aber es dauert Ihnen zu lange, bis sie auf natürliche Weise die gewünschte Länge haben? Dank Extensions bzw. Haarverlängerungen kann heute jede Frau schnell zu ihrer Traummähne kommen. Für welches Haar – Kunst- oder Echthaar – man sich letztendlich entscheidet, hängt meist vom Preis und vom Pflegeaufwand ab.
Echthaar oder Kunsthaar: Wo liegt der Unterschied?
Der wesentliche Unterschied liegt, wie der Name schon sagt, im Ursprung. Extensions Echthaar bestehen aus natürlichem menschlichem Haar.
Bei menschlichem Haar wird noch unterschieden zwischen sogenanntem „Remy-Echthaar“, bei dem die Schuppenschicht intakt ist und in eine Richtung zeigt und „Non-Remy-Echthaar“, bei dem die Schuppenschicht nicht in eine Richtung zeigt. Dieses Haar ist günstiger, dafür nicht so langlebig wie Remy-Echthaar.
Kunsthaar wird aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Acryl hergestellt. Während moderne Synthetikfasern optisch immer besser werden, erkennt man den Unterschied spätestens bei der Haptik und der Bewegung des Haares: Echthaar fällt natürlich, schwingt mit dem Körper mit und besitzt einen gesunden, unaufdringlichen Glanz.
Die Vorteile von Echthaar-Extensions
Echthaar ist die erste Wahl für alle, die ein dauerhaftes und natürliches Ergebnis wünschen. Hier sind die wichtigsten Vorteile:
- Hitzebeständigkeit: Sie können Echthaar wie Ihr eigenes Haar mit dem Lockenstab stylen oder glätten. Bei Kunsthaar besteht hier oft Schmelzgefahr.
- Natürliche Optik: Die Extensions verblenden nahezu unsichtbar mit dem Eigenhaar.
- Langlebigkeit: Bei guter Pflege halten Echthaar-Extensions viele Monate, während Kunsthaar oft schon nach wenigen Wochen verfilzt.
- Färbbarkeit: Da es sich um natürliches Keratin handelt, können Echthaar-Strähnen (vorsichtig) getönt oder dunkler gefärbt werden, um sie perfekt anzupassen.
Die Nachteile von Echthaar-Extensions
Trotz der hohen Qualität gibt es im Vergleich zu Kunsthaar zwei Punkte, die Sie bedenken sollten:
Der Preis: Echthaar ist deutlich teurer in der Anschaffung. Es ist eine Investition in die eigene Schönheit.
Pflegeaufwand: Da die Extensions nicht mehr mit der Haarwurzel verbunden sind, erhalten sie keine natürlichen Nährstoffe. Sie benötigen daher mehr Feuchtigkeitspflege und spezielle Produkte als synthetisches Haar, das seine Form „statisch“ beibehält.
Gängige Methoden zur Befestigung
Es gibt verschiedene Wege, die Extensions im Haar zu verankern. Die Wahl der Methode hängt von Ihren Haarzielen und Ihrem Lebensstil ab:
- Bondings (U-Tips): Bei Bondings handelt es sich um dünne Streifen aus Echthaar, die mittels Hitze oder Ultraschall mit dem Eigenhaar verschmolzen werden. Diese Methode hält ca. vier bis sechs Monate.
- Tape-ins: Die Haare sind an Klebestreifen befestigt, zwischen die das Eigenhaar „geklebt“ wird. Die Methode hält ca. vier bis acht Wochen.
- Microrings: Hier werden die Extensions mit kleinen Metallringen am Eigenhaar fixiert – ohne Hitze oder Kleber. Sie sind zwischen drei und fünf Monaten haltbar, bevor sie wieder hochgesetzt werden müssen.
- Tressen (Weaving): Die Extensions werden eingenäht und sind ca. sechs bis acht Wochen haltbar.
- Clip-ins: Die Haartressen werden einfach mit Clips ins Haar gesteckt und abends wieder entfernt.

Bild: Extensions, Quelle: © shc9607/Pixabay.com
Selber machen oder ab zum Profi?
Ob man selbst Hand anlegen kann, hängt stark von der gewählten Methode ab und auch vom eigenen Geschick.
Clip-in-Extensions lassen sich recht einfach selbst im Haar befestigen. Bei Tape-ins wird es schon deutlich komplizierter. Wer es nicht riskieren will, mit schief eingesetzten Haarsträhnen und sichtbaren Tapes am Hinterkopf herumzulaufen, sollte sich die Extensions von Profis anbringen lassen.
Bei dauerhaften Methoden wie Bondings oder Microrings sollten Sie auf jeden Fall einen Friseur aufsuchen. Ein Profi sorgt nicht nur für die richtige Platzierung (damit keine kahlen Stellen entstehen), sondern achtet auch auf die Gewichtsverteilung. Falsch angebrachte Extensions können das Eigenhaar durch zu hohen Zug schädigen oder im schlimmsten Fall zu Haarausfall führen.
Die richtige Pflege von Echthaar-Extensions
Damit Ihre Investition in die Echthaar-Extensions möglichst lange glänzend und geschmeidig bleibt, ist die richtige Routine entscheidend. Da die Extensions nicht mehr über die Kopfhaut mit natürlichen Ölen versorgt werden, benötigen sie Ihre Hilfe von außen.
Hier sind die wichtigsten Pflegetipps für eine langanhaltende Traummähne:
Haare waschen
Kopfüber waschen verboten: Waschen Sie Ihre Haare immer aufrecht (z. B. unter der Dusche), um Verwirrungen und übermäßigen Zug an den Verbindungsstellen zu vermeiden.
Silikonfreie Produkte: Verwenden Sie spezielle Extension-Shampoos oder Produkte ohne Silikone, Öle und Alkohole direkt am Ansatz. Die genannten Substanzen können den Kleber oder das Keratin anlösen, sodass die Strähnen herausrutschen.
Conditioner nur in die Längen: Tragen Sie Spülungen oder Masken ausschließlich ab Ohrhöhe bis in die Spitzen auf.
Haare bürsten
Spezialbürste nutzen: Verwenden Sie eine Bürste ohne Noppen (meist mit Wildschweinborsten und längeren Kunststoffstiften). Diese gleitet über die Verbindungsstellen, ohne daran hängenzubleiben.
Haare von unten nach oben bürsten: Halten Sie die Strähnen am Ansatz fest und bürsten Sie erst die Spitzen, dann die Längen und zum Schluss den Ansatz.
Haare mehrmals am Tag bürsten: Bürsten Sie Ihre Haare mindestens zwei- bis dreimal täglich gründlich durch, um kleine Haarknötchen sofort aufzulösen.
Haare trocken und stylen
Haare nicht im Bett trocknen lassen: Feuchtes Haar verfilzt über Nacht sehr stark. Föhnen Sie deshalb wenigstens die Verbindungsstellen immer trocken.
Hitzeschutz ins Haar: Um der Austrocknung der Haare entgegenzuwirken, verwenden Sie vor dem Glätten oder Trocknen immer einen hochwertigen Hitzeschutz.
Tapes beim Föhnen schützen: Föhnen Sie nicht mit zu großer Hitze direkt auf die Tapes oder Bondings, da diese sonst weich werden könnten.
Tipp: Damit die Extension lange gut aussehen, empfiehlt es sich, spätestens alle sechs Wochen beim Friseur einen Reinigungsschnitt machen zu lassen. Der Friseur entfernt dabei kleine Haare, die sich zwischen den Extensions verfangen haben, damit sie sich nicht verfilzen.
Fazit
Wenn Sie Wert auf Qualität und ein natürliches Tragegefühl legen, ist Echthaar die beste Option. Für ein perfektes und haarschonendes Ergebnis lohnt sich auf jeden Fall der Gang zum Friseur, anstatt selbst Hand anzulegen.
(Bildquelle Artikelanfang: © annafill28/Pixabay.com)





