So finden Sie die richtige Haarbürste
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Haben Sie auch schon in der Kosmetikabteilung eines Kaufhauses oder in einem Drogeriegeschäft ratlos an den Haarbürsten gestanden und konnten sich wegen der großen Auswahl und der verschiedenen Bürstenarten nicht entscheiden, welche für Ihr Haar am besten geeignet ist?

Dann gibt Ihnen dieser Artikel ein paar wichtige Informationen zu den unterschiedlichen Bürstenarten und für welchen Haartyp welche Bürste die beste ist.

Gerade längeres Haar braucht für die Pflege die passende Haarbürste, während kurze Haare nicht unbedingt regelmäßig gebürstet werden müssen. Wer sich dann für die falsche oder eine qualitativ schlechte Bürste entscheidet, kann damit dauerhaft die Haarstruktur schädigen.

Doch welche Haarbürste eignet sich für welchen Typ?

Skelettbürste für kurze Haare

Die feste Skelettbürste ist vor allem für Frauen wie Männer mit einem Kurzhaarschnitt die richtige Bürstenwahl. Ihre recht weit auseinander liegenden Borsten lassen die Föhnluft direkt ans Haar und kurze, fransig geschnittene Frisuren bekommen dadurch Volumen und Leichtigkeit.

Die Skelettbürste kann auch gut für maximal schulterlange Haare eingesetzt werden.

Paddle Brush für längeres und glattes Haar

Frauen mit längerem glatten Haar sollten sich bei ihrer Haarpflege für eine Paddle Brush, also eine breite flache Bürste, entscheiden.

Die Borsten der stabilen Paddle Brush bestehen in den meisten Fällen aus Kunststoff und sind auf einem Kunststoffpolster aufgebracht. Durch ihre große Bürstenfläche bekommen längere kräftige Haare damit sehr leicht mehr Volumen, wenn die Haare vom Ansatz über die Bürste gezogen werden.

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Rundbürste für welliges Haar

Mit der Rundbürste aus Naturborsten lassen sich Haare beim Föhnen wellig oder lockig drehen. Wer Haarsträhnen sehr stark über die Rundbürste (die eher dicker im Durchmesser sein sollte) zieht, bekommt dagegen glänzendes glattes Haar.

Wichtig beim Kauf einer Rundbürste: Achten Sie auf den Bürstendurchmesser, denn es gibt dicke und dünne Rundbürsten. Wer mit der Rundbürste stärkere Wellen ins Haar bekommen will, sollte sich eine dünne mit ca. 33 Millimetern Durchmesser zulegen, für leichte Wellen eignen sich dicke Rundbürsten mit einem Durchmesser von ca. 8 Zentimetern.

Generell gilt, je ausgeprägter die Haarwellen werden sollen, desto schmaler oder dünner (im Durchmesser) sollte die dafür verwendete Rundbürste sein.

Detangler-Bürste zum Entwirren von Haaren

Eine Detangler-Haarbürste habe ich mir vor kurzem zugelegt, denn damit lassen sich Haare sehr gut entwirren, besonders langes dünnes Haar. Letztgenannte Eigenschaften treffen auf mein Haar zwar nicht zu, dennoch konnte ich mit der Bürste deutlich besser Haarknötchen entfernen als mit meiner Skelettbürste.

Die wesentlichen Eigenschaften einer Detangler-Bürste: Sie ist breit und großflächig und meist ohne Bürstengriff. Ihre unterschiedlich langen Borsten bestehen aus weichem flexiblem Kunststoff und gleiten sehr leicht durch das Haar, sowohl im trockenen als auch nassen Zustand.

Es gibt Detangler-Haarbürsten in unterschiedlichen Designs, ob ganz rund, eckig, länglich oder ergonomisch geformt.

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Haarbürste aus Naturborsten für die tägliche Haarpflege

Eine Haarbürste aus Naturborsten (meistens Borsten von Wildschweinen) eignet sich besonders für empfindliches, feines sowie glanzloses Haar. Die Borsten sind bei vielen Bürstenmodellen am oberen Ende beschichtet, was von der Form an kleine Tropfen erinnert.

Sind diese beschädigt, sollten Sie Ihre Bürste erneuern. Von den hier aufgeführten Bürstenmodellen ist die Haarbürste aus Naturborsten die teuerste; qualitativ hochwertige, bei denen der Griff und der Korpus aus Holz bestehen, können um die 70 bis 80 Euro kosten. Es gibt aber auch preiswertere mit echten Tierborsten.

Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass die Bürste nicht scharfkantig ist, denn scharfe Kanten zerstören dauerhaft die Haarstruktur.

Pflege und Reinigung der Bürsten

Mit der Zeit setzen sich in den Bürsten ausgekämmte Haare, Schuppen, Fett und Reste von Pflegeprodukten fest. Daher sollten Sie Ihre Bürste regelmäßig reinigen. Festgesetzte Haare lassen sich am besten mit einem Kamm entfernen. Danach sollten Sie mit der Bürsten-Reinigung fortfahren, indem Sie etwas Shampoo in warmes Wasser geben und die Bürste darin mehrmals eintauchen.

Dadurch lösen sich Fette, Schmutz und Reste von Haarschaum, Gel oder Haarfestiger. Zum Schluss können Sie die feuchten Borsten mit einer alten Zahnbürste oder Ihren Fingern reinigen, denn auch daran setzen sich mit der Zeit Fett und Staub ab.

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Sind auch die Borsten sauber, einfach die Bürste nochmals in klarem Wasser ausspülen und auf einem Handtuch mit den Borsten nach unten trocknen lassen.

Die Bürste richtig einsetzen

Nicht nur die Wahl der richtigen Bürste ist für die optimale Haarpflege entscheidend, sondern ebenso, wie Sie diese einsetzen.

Ich habe mein Haar immer von oben  – also vom Scheitel – nach unten zu den Spitzen gebürstet, bis mir mein Friseur sagte, dass das nicht richtig sei. Ich solle – wenn ich die Haare entwirre, zuerst die Haarknötchen in den Spitzen auflösen und zwar Stück für Stück hinauf bis zum Ansatz. Nur so kann man vermeiden, dass die Haarspitzen durch das allzu kräftige Durchbürsten von oben nach unten abbrechen.

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