Die passende Abendmode für die verschiedenen Figurtypen
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Für einen feierlichen oder besonderen Anlass wünschen wir Frauen uns, in einem edlen und eleganten Outfit zu bestechen. Und es sollte unsere figürlichen Vorzüge ins rechte Licht setzen, kleine und größere Schwachstellen verdecken oder von ihnen ablenken.

Doch welche Abendmode steht welchem Figurtyp am besten, denn schließlich hat jede Frau, ganz gleich, zu welchem der fünf Figurtypen sie gehört, Stärken, die sie betonen soll, und Schwächen, die kaschiert werden können.

Der A-Typ und die passende Abendmode

Der A-Figurtyp findet sich sehr häufig und wird durch die runden kräftigen Hüften und die schmalen Schultern als sehr weiblich angesehen. Die Figur wird nach unten breiter, so wie der Buchstabe A, daher auch diese Bezeichnung.

Die A-Typ-Frau sollte also bei der Wahl ihrer Abendgarderobe die Betonung auf ihren schmalen Oberkörper und ihre ausgeprägte Taille legen, die kleinen Schwächen wie kräftige Oberschenkel lassen sich leicht „verstecken“.

Das sollte der A-Typ wählen:

  • Helle Oberteile, denn helle Töne wie Weiß oder Crème machen die entsprechende Körperpartie fülliger bzw. betonen sie.
  • Das gleiche gilt für auffallende Muster, die die A-Frau auch gut als Oberteil tragen kann.
  • Schulterfreie Oberteile, die die schmale Schultern in Szene setzen.
  • Im Gegensatz dazu sollte das Unterteil wie Rock oder Hose monochrom und in einem dunklen Ton gehalten sein.
  • Weite Röcke aus fließenden Stoffen oder Marlene-Hosen umspielen die breitere Hüftpartie.
  • Um die Beine schlanker erscheinen zu lassen, sollten die Schuhe auch in dunklen Farben gewählt werden, und am besten noch mit einem gemäßigt hohen und breiten Absatz.
  • Die Accessoires sollten den Oberkörper betonen wie ein Tuch, eine Brosche oder eine auffallende Statement-Kette.
  • Alles was die Hüftpartie noch breiter macht, sollte nicht in die Modeauswahl kommen, wie ein Tulpenrock, gemusterte Hosen und Röcke oder breite Gürtel.
  • Die passende Abendgarderobe für den A-Figurtyp ist eher zweiteilig, beispielsweise ein zartes Top aus Seide oder eine Corsage als Oberteil, dazu kombiniert eine weite Hose oder ein schwingender Rock. Oder ein schicker Hosenanzug mit längerem Blazer als sportliche Alternative macht sich ebenso gut für den Abend.
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Der V-Typ und die passende Abendmode

Der V-Figurtyp hat im Gegensatz zum A-Typen seine stärkere Körperstelle am Oberkörper mit ausgeprägter Schulterpartie, breitem Rücken und fülliger Oberweite.

Zum Unterkörper hin wird die Figur schmaler. So sollten die Problemzonen wie Rücken, Oberarme und Taille durch die richtige Kleiderwahl überspielt werden.

Das sollte der V-Typ wählen:

  • Dunkle länger geschnittene Oberteile aus leichten Stoffen, am besten unifarben.
  • Oberteile mit V-Ausschnitt, die optisch strecken und dem Oberkörper etwas von seiner Fülle nehmen.
  • Alle Schnittformen, die schmale Schultern formen, wie Raglanärmel oder Neckholder, sind willkommen.
  • Vermeiden Sie Schnitte, die den Oberkörper noch mehr aufbauschen, wie Volants, Rüschen und andere auffällige Verzierungen.
  • Dagegen können die Unterteile auffallend gemustert oder in hellen Farben gewählt werden. Schlanke Beine sollten mit einem hohen Rockschlitz betont werden.
  • Als Accessoires eignen sich Gürtel unterhalb der Taille, außergewöhnliche Schuhe, die den Blick nach unten lenken, lange Halsketten sowie Tücher und Schals, die aber aus leichten Stoffen sein sollten, damit sie nicht auftragen.
  • Nicht empfehlenswert sind eng anliegende Oberteile, Schulterpolster, Oberteile aus glänzenden Stoffen, Oberteile mit vielen Knöpfen wie doppelreihige Blusen sowie U-Boot- und Wasserfall-Ausschnitte
  • Das passende Abendoutfit für den V-Typ: Ein schmaler langer Rock mit hohem Beinschlitz, zierliche Schuhe mit hohen Absätzen und eine unifarbene langärmelige bunte Tunika aus leichter Seide als Oberteil.

Der X-Typ und die passende Abendmode

Der X-Figurtyp ist sicherlich die optimale Figurform, weibliche Rundungen an Busen und Hüften, dazwischen eine schmale Taille, erinnern an den bekannten Vergleich mit einer Sanduhr.

Da die Proportionen an Ober- und Unterkörper gleich stark sind, kann die X-Figur meist die gleiche Konfektionsgröße für Ober- und Unterteile wählen, was bei den beiden vorher erwähnten Figurtypen generell nicht der Fall ist.

Das sollte der X-Typ wählen:

  • Ober- und Unterteile können bunt oder auffallend gemustert sein, aber auch monochrom.
  • Der X-Typ sollte seine Taille mit High-Waist-Schnitten an Hosen oder Röcken betonen.
  • Figurnahe Oberteile mit breiten, aber nicht zu tiefen Ausschnitten setzen den wohlgeformten Oberkörper modisch in Szene.
  • Schmale Revers an Blazer machen die Silhouette optisch länger und schmäler.
  • Als Accessoires eigenen sich mittellange bis lange Halsketten, Leder- sowie Stoffgürtel und elegante Schuhe mit Absatz.
  • Nicht empfehlenswert sind allzu eng und kurz geschnittene Oberteile, vor allem wenn sich dort ein paar Pfunde zu viel angesetzt haben, zu feste Materialien und voluminöse Kleidung wie eingereihte Röcke, Drapierungen sowie weit und formlos geschnittene Modelle wie Boule-Kleider oder Tuniken.
  • Die passende Abendmode für den X-Typ ist z. B. ein figurbetontes Kleid im Prinzessstil, das die Sanduhr-Silhouette raffiniert in Szene setzt.
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Der H-Typ und die passende Abendmode

Der H-Figurtyp ist gekennzeichnet durch eine eher sportliche Figur ohne eine starke Ausprägung der Hüfte. Das heißt, Schulterbereich, Brust und Taille haben fast den gleichen Umfang oder weichen nur minimal voneinander ab. Frauen mit einer H-Figur sind meist hochgewachsen und sehr schlank.

Dieser knabenhaften Figur sollte der H-Typ mit eher gerade geschnittenen Modellen begegnen, um von der nicht vorhandenen Taille abzulenken.

Das sollte der H-Typ wählen:

  • Klassische Modelle mit reduziertem Look aus fließenden Stoffen. Die Schnitte sollten die Figur etwas strecken.
  • Locker fallende Oberteile wie Blusen oder Tuniken, die nicht stark auf Taille geschnitten sind.
  • Sehr schlanke H-Typen können durchaus Volumen an den Oberkörper mittels der richtigen Kleidung bringen, sei es mit drapierten Ausschnitten, Rüschen, Volants oder Puffärmeln.
  • Die schlanken Beine sollten mit kurzen Röcken und schmalen Hosen hervorgehoben werden.
  • Da der H-Typ eher ein paar Kilos mehr haben könnte, kann er mit entsprechendem Stoffvolumen sich Rundungen zaubern, ob mit weiten Tellerröcken oder weiten Palazzohosen.
  • Ebenfalls vorteilhaft: Diagonale bzw. asymmetrische Schnitte und Kleider, die an Schultern und Hüfte Volumen vortäuschen.
  • Als Accessoires eignen sich lange Ketten und Tücher sowie eher flache Schuhe.
  • Nicht zu empfehlen sind auffällige Gürtel, stark taillierte Oberteile, weite formlose Kleider, die den H-Typ und damit die eckige Körperkontur noch mehr hervorheben.
  • Die passende Abendgarderobe für den H-Typen: eine weite elegante Palazzohose mit nicht allzu eng anliegendem Oberteil (beispielsweise ein Seidentop) oder ein schmaler kurzer Rock mit Tunika.
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Der O-Typ und die passende Abendmode

O-Figurtypen besitzen ihre Runden an Brust und Bauch, dagegen sind ihr Unterbrustbereich, die Unterarme und Beine meist schlank. Mit der richtigen Wahl an Kleidungsstücken und Accessoires lassen sich auch diese fülligeren Körperpartien sehr gut kaschieren.

Das sollte der O-Typ wählen:

  • Lange Oberteile in klassischem schlichten Schnitt und in dunklen monochromen Tönen, die bis zur Hüfte reichen. Die Ärmel der Oberteile sollten weit und lang sein, aber trotzdem den Blick auf die schmalen Handgelenke freigeben.
  • Modelle im Empire-Stil, d. h. mit unter die Brust verlegter Taille.
  • Ton-in-Ton-Kombinationen strecken vor allem den stärkeren Brust-Bauch-Bereich.
  • Als Muster eigenen sich streckende schmale Längsstreifen.
  • Die Unterteile sollten ebenfalls die schmalen Fesseln nicht überdecken, daher passen zum O-Typen sehr gut 7/8-Hosen oder Bleistiftröcke.
  • Bei den Schuhen machen sich Pumps mit Fesselriemchen sehr gut, denn die heben die schmalen Fesseln ebenfalls hervor. Die Absatzform sollte eher blockartig sein.
  • Üppige Ketten oder Broschen sind die richtige Schmuckwahl.
  • Nicht zu empfehlen: Röcke und Hosen, die im Taillenbereich auftragen, zu kurze Kleider, glänzende Stoffe im Oberkörperbereich und Kleidung, die den Bauch und die fülligen Hüften hervorheben.
  • Das passende Abendoutfit für den O-Typen ist ein zartes Empirekleid, denn die höher gelegte Taille betont den beim O-Figurtypen meist sehr schmalen Unterbrustbereich. Unterhalb der Empirenaht fällt das Kleid weit und überspielt die typischen Problemzonen wie fülliger Bauch und kräftige Hüften. Bei kräftigen Oberarmen sollte das Abendkleid 7/8- oder Trompetenärmel besitzen, die die schmalen Handegelenke nicht überdecken sollten.

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