Welche Brillenform passt zu welchem Gesicht?
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Wer eine Korrekturbrille benötigt und diese ständig tragen muss, will damit auch gut aussehen, denn schließlich ist eine dauerhaft getragene Brille mehr als ein beliebiges Modeaccessoire und prägt den Gesamtlook.

Ist man modisch top gekleidet, aber das Brillengestell unpassend für den eigenen Typ, so verliert auch das restliche Styling seine Magie. Daher legen Sie viel Wert auf ein modisches, hochwertiges und zu Ihrem Typ passendes Brillengestell.

Wer sich zum ersten Mal im Optikergeschäft eine Brille aussucht, wird noch nicht so viel Gespür haben, welche Brillenform zu seinem Gesicht am besten passt und braucht professionellen Rat vom Optiker. Hoffentlich hat dieser ein gutes Auge für Gesichtsform und das dazu passende Brillengestell. Schließlich gibt es eine große Vielfalt an unterschiedlichen Brillenmodellen.

Die jeweilige Gesichtsform fordert das passende Brillengestell, generell unterscheidet man fünf verschiedene Gesichtstypen,

  • das ovale Gesicht,
  • das runde Gesicht,
  • das eckige Gesicht,
  • das herzförmige Gesicht
  • und das trapezförmige Gesicht.

Die nachfolgenden Tipps für die verschiedenen Gesichtsformen richten sich hauptsächlich an Frauen, dennoch gelten diese Regeln auch für Männer.

Das ovalförmige Gesicht

Diese Gesichtsform kann man als optimale Form betrachten, denn durch die harmonische Rundung  – der Stirnbereich ist so breit wie das Kinn – passt zu einem ovalen Gesicht so gut wie jedes Brillenmodell, ob dies nun eckig oder rund ist.

Will die Trägerin eher streng und seriös aussehen, dann sollte sie sich für ein kantiges Modell wie die Wayfarer- oder Nerd-Form entscheiden. Möchte sie mehr die weibliche, weiche Seite betonen, dann wird dieser Wunsch von einem runden oder rundlichen Modell unterstützt.

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Auch dünne sowohl wie dickere Brillenrahmen passen zum ovalen Gesicht.

Das runde Gesicht

Eine runde Gesichtsform wirkt großflächig und kindlich, das Gesicht ist fast so breit wie hoch und weist keine Geraden an den Schläfen und im Wangenbereich auf. Daher muss dieser Wirkung mit der richtigen Brillenform etwas entgegengesetzt werden.

Damit eine Frau mit rundem Gesicht erwachsen und modern daherkommt, sollte sie sich für schmale, längliche Modelle mit Kanten entscheiden. Die Gläser sollten nicht zu groß sein, daher die Empfehlung für schmale Formen.

Das eckige Gesicht

Die eckige Gesichtsform wirkt flächig und hart, Kiefer und Wangenbereich sind stark ausgeprägt, genauso die Kinnlinie. Die Wangenknochen sind bei einem eckigen Gesicht meist hochstehend und markant.

Um dem eckigen Gesicht mehr Weichheit zu verleihen, sollten Frauen mit dieser Gesichtsform auf runde Brillenformen und schmale Gestellfassungen zurückgreifen.

Das herzförmige Gesicht

Das herzförmige Gesicht wird von der oberen Gesichtshälfte beherrscht, der breiten Stirn. Sie läuft nach unten hin schmal zusammen, das Kinn ist meist klein und spitz.

Diese Gesichtsform wird durch Brillenmodelle „optimiert“, die zarte, dünne Fassungen und weiche, gebogene Formen besitzen. Auch randlose Brillen harmonieren mit dieser Gesichtsform.

Das trapezförmige Gesicht

Das trapezförmige Gesicht zeichnet sich durch eine recht schmale Stirn und ein breites Kinn aus. Das passende Brillengestell sollte so gestaltet sein, dass die obere Gesichtspartie breiter und die untere schmaler wirkt.

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Dieser Effekt gelingt mit Brillenmodellen, deren oberer Rand verstärkt, also breiter ist, der untere Brillenrand dagegen dünn. Die Brillenform sollte nicht allzu kantig sein, eher abgerundete Ecken wie das Wayfarer-Modell aufweisen.

Was noch wichtig ist:

Neben der Gesichtsform sollte man bei der richtigen Brillenwahl auch darauf achten, dass das Brillengestell die gleiche Breite wie das Gesicht hat, also nicht darüber hinaus ragt und auch nicht das Gegenteil, also nicht die komplette Gesichtsbreite bedeckt.

Ist das Gestell zu breit oder zu schmal, wirkt es nicht harmonisch zum Gesicht, entweder ist die zu breite Brille zu auffallend und extravagant oder – wenn sie zu schmal ist, kindisch und altbacken.

Ebenfalls sollten Sie auf Ihren Augenabstand achten. Haben Sie eng zueinander stehende Augen, dann sollte der Brillensteg zierlich sein und das Gestell am Außenrand kräftig, weit auseinander stehende Augen dagegen brauchen einen breiten, auffallenden Brillensteg, der die etwas zu große Distanz der Augen zueinander optisch reduziert.

Der obere Brillenrand sollte niemals über die Augenbrauen hinausragen, sondern etwas unterhalb abschließen. Optimal ist es, wenn der obere Brillenrand der Form der Augenbrauen folgt.

Wie finden Sie Ihre richtige Gesichtsform heraus?

Wollen Sie Ihre Gesichtsform selbst herausfinden? So schwer ist das nicht. Am besten stellen Sie sich vor einen Spiegel und binden sich die Haare komplett aus dem Gesicht, entweder mit einem Haargummi bei langem Haar oder Sie verwenden einen Haarreif bei kürzerem Haar.

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Dann zeichnen Sie mit einem wasserlöslichen Stift Ihre Gesichtskontur nach. Auf diese Weise sollten Sie die ungefähre Form herausfinden, allerdings gibt es nicht nur die fünf oben genannten „reinen“ Gesichtsformen, sondern auch Mischformen.

Probieren Sie im Brillengeschäft am besten mehrere Modelle an und fragen Sie, ob der Optiker die Möglichkeit hat, Sie mit den jeweiligen Brillenformen zu fotografieren, denn auf einem Foto sehen Sie sich so, wie Ihre Mitmenschen Sie sehen, während der Spiegel Sie spiegelverkehrt zeigt. Das kann schon einen bedeutenden Unterschied  ausmachen.

Und legen Sie neben der Form auch Wert auf den richtigen Sitz der Brille – sie sollte weder zu locker noch zu fest sitzen – und auf das Wohlgefühl. Sie sollten sich mit dem Gestell auch gut, selbstsicher und vertraut fühlen.

In einem weiteren Artikel zu der richtigen Brille für Sie werden Farben und Materialien von Brillen näher erläutert.

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