Vegane Mode – Ohne Materialien tierischen Ursprungs gekleidet sein
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Der Trend – vor allem in städtischen Gebieten – geht dahin, vegan zu leben, d.h. auf alle tierischen Produkte in der Ernährung, der Kleidung und im kompletten Lebensumfeld zu verzichten.

Und so nimmt die Bedeutung veganer Mode immer mehr zu. Mittlerweile gibt es vegane Alternativen zu Leder, Wolle und Pelz, sodass auch vegane Schuhe kein Ding der Unmöglichkeit sind.

Pflanzliche und künstliche Alternativen für Tierfasern und Leder

Wer auf Tierfasern wie Wolle, Angora, Kaschmir, Alpaka, Kamelhaar, Mohair und Seide und auch auf  Leder verzichten will, muss sich nicht mehr mit hautunverträglichen Kunstfasern rumschlagen, sondern kann auf Biobaumwolle und moderne Fasern wie Tencel (das aus Holzfasern gewonnen wird), Microfaser, Gore-Tex oder Thermolite zurückgreifen. Für jeden Stoff tierischen Ursprungs gibt es einen veganen Ersatz:

Leder: Vegane Alternativen

Polyeurethan: Polyeurethan oder abgekürzt PU ist eine schaumähnliche Substanz, die atmungsaktiv und widerstandsfähig ist, also ideal für vegane Schuhe und Taschen. Die Haptik erinnert sehr stark an Leder, oft fühlt man so gut wie gar keinen Unterschied.

Mikrofaser: Als Mikrofaser bezeichnet man Fasern, die besonders fein sind. Das können sowohl natürliche als auch künstliche Fasern sein. Aus künstlichen Mikrofasern wie Polyamid, Nylon und Acryl werden lederähnliche atmungsaktive Textilien hergestellt. Vegane Schuhe der Marke Novacas bestehen aus solchen hochwertigen Microfasern.

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Hanf: Aus der Naturpflanze Hanf lässt sich nicht nur Oberbekleidung, sondern ebenso ein Lederersatz produzieren, der sehr stabil, leicht einzufärben und atmungsaktiv ist.

Kautschuk: Der Rohstoff Kautschuk lässt sich zu Gummi weiterverarbeiten und wird in der veganen Schuhproduktion vor allem für Schuhsohlen verwendet.

PET und recycelte Materialien: Man mag es kaum glauben, doch auch aus PET-Plastikflaschen lassen sich kunstlederähnliche Materialien erstellen. Die vegane Handtaschen- und Schuh-Marke Così Così setzt für manche Taschen recycelte PET-Flaschen ein.

Kork: Kork als pflanzlicher Lederersatz – das Naturprodukt wächst nach, gilt als feuerbeständig und antibakteriell und lässt sich für Accessoires, Taschen, Schuhe und Jacken verwenden. Der Look ist sehr speziell und einzigartig.

Ananasleder: Ein noch sehr junges Produkt ist Ananasleder, das aus Ananasblättern produziert wird. Die spanische Designerin Carmen Hijosa hat dieses atmungsaktive und pflegeleichte Leder entdeckt, es wird unter dem Namen Piñatex verkauft.

Tierische Fasern: Vegane Alternativen

Wolle: Die wärmende Eigenschaft von Wolle können heutzutage Fleece oder auch Thermolite, Thinsulte oder Polartec Wind Pro als wasserabweisende und winddichte Kunstfasern für die Outdoormode übernehmen. Was die Wärmekapazität und Winddichte angeht, sind diese Kunstfasern noch effektiver als Wolle.

Seide: Kunstseide gibt es in den Fasern Tencel, Rayon, Polyester und aus den Fasern des Ceiba-Baumes.

Tierfell: Vegane Alternativen

Pelz: Und auch Pelz lässt sich mühelos durch Kunst- oder Webpelz ersetzen, der dank moderner Technologie täuschend echt aussieht.

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Wer vegane Kleidung kaufen will, sollte auch darauf achten, dass die Materialien sozialverträglich hergestellt wurden und dass sie keine chemischen Farben oder Farben tierischen Ursprungs enthalten.

Für Naturfans sollten auch keine Kunstfasern in der Kleidung enthalten sein, denn so ganz „ohne“ was die Umweltverschmutzung angeht, sind diese nicht. Dennoch bleiben sie eine Alternative für Fasern tierischen Ursprungs.

Hier ein paar Online-Shops mit veganer Mode und veganen Schuhen sowie Taschen:

  • Vegane Kleidung und noch viel mehr: www.rootsofcompassion.org
  • Vegane Kleidung, Schuhe, Accessoires: www.muso-koroni.com
  • Vegane Schuhe, Taschen und Accessoires: www.avesu.de
  • Vegane Gürtel: noanifashion.de

Ich stelle regelmäßig Online-Shops mit grüner und veganer Mode auf meinem Blog vor. Die Beiträge zu Eco-Fashion finden Sie in der entsprechenden Kategorie.

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