Textilien richtig pflegen: So haben Sie lange Freude an Ihrer Kleidung

Unsere Kleidung setzt sich aus verschiedenen Fasern bzw. Materialien zusammen, was die richtige Pflege wie Waschen und Bügeln etwas erschwert.

Gerade an kostbaren Fasern, wie z. B. Seide oder Kaschmir, wollen wir möglichst lange Freude haben. Deshalb ist es wichtig, ihnen die bestmögliche Pflege zukommen zu lassen.


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Zu den wohl bekanntesten Textilien zählen Baumwolle, Leinen und Wolle. Jede der Textilien gibt es in unterschiedlichen Stärken, Mustern, Farben und Verarbeitungsweisen. Aber auch Polyester und die anderen Synthetikfasern sind mittlerweile in vielen Kleidungsstücken ganz oder in Teilen zu finden.

Die wichtigsten Informationen zur richtigen Pflege stehen kurz und kompakt auf dem jeweiligen Pflegeetikett der Kleidungsstücke.

Dieser Artikel erläutert, worauf Sie beim Waschen und Bügeln von bestimmten Fasern achten sollten.

Pflege von Naturfasern

So pflegen Sie die verschiedenen Naturmaterialien:

Baumwolle

Baumwolle ist sehr robust und wird schon seit vielen tausend Jahren für die Herstellung von Textilien, Bettwäsche sowie Handtücher verwendet.

Ob Denim, Cord oder Frottier, Baumwolle kann bei 95 °C in der Waschmaschine gewaschen werden. Falls Sie sich unsicher sind, schauen Sie auf dem Etikett nach. Für die Reinigung von Baumwolloberbekleidung reicht in den meisten Fällen auch die Feinwäsche-Einstellung.

Da Baumwolle leicht knittert, sollten Baumwolltextilien gebügelt werden – meist auf Stufe 2.

Wolle

Wolle aus Schafsfell hat eine hohe Isolationsfähigkeit, kaum eine Faser wärmt im Winter besser als sie. Doch sie hat auch ihre Tücken: Wird Wolle zu heiß gewaschen, läuft sie ein und verfilzt.

Daher sollten Textilien aus Schurwolle nur von Hand mit einem Fein- oder Wollwaschmittel gewaschen werden. Das Wasser sollte am besten handwarm sein. Um Verfilzungen zu vermeiden, sollten Sie das Kleidungsstück nur sanft im Wasser hin- und her bewegen und nicht rubbeln.

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Wer Wolle bügeln will, sollte ein Tuch zwischen Wolle und Bügeleisen legen. Stufe 2 reicht völlig aus. Und bitte nicht den Wäschetrockner verwenden.

Kaschmir

Kleidungsstücke aus edler Kaschmirwolle sollten nicht zu oft gewaschen werden – das gilt generell für Wolle. Den Pulli oder die Jacke aus Kaschmir an frischer Luft gut auslüften reicht oft schon.

Falls Sie den Pulli doch waschen wollen, ist das Wollprogramm der Waschmaschine der Handwäsche vorzuziehen. Bei Handwäsche den Pulli nicht rubbeln, sondern nur leicht ausdrücken, auf ein Handtuch legen und einrollen, nachdem der Pullover mit klarem Wasser ausgespült wurde.

Als Waschmittel eignen sich Shampoo oder Wollwaschmittel, Feinwaschmittel eher nicht.

Viskose

Die Viskosefaser wird durch die chemische Behandlung von Zellulose produziert. Sie hat eine sehr glatte Oberfläche und fällt fließend weich. Neben reiner Viskose gibt es Mischungen mit Chemiefasern oder Baumwolle, Wolle und Leinen.

Wenn Viskose nicht richtig gepflegt wird, knittert sie stark und läuft ein. Sie sollte bei höchstens 40 °C mit einem Feinwaschmittel gewaschen und bei Stufe 2 gebügelt werden. Im Wäschetrockner kann Viskose einlaufen und sehr stark knittern.

Seide

Seide ist eine der edelsten und feinsten Naturfasern. Sie wird aus den Kokons der Seidenraupe gesponnen.

Damit sie lange schön bleibt, braucht sie entsprechende Aufmerksamkeit. Seide sollte entweder von Hand oder im Schonwaschgang der Waschmaschine bei 20 bis 30 °C gewaschen werden, ein extra Waschmittel für Seide gibt es im Handel.

Manche Kleidungsstücke aus Seide sollten nur chemisch gereinigt werden, Hinweise dazu stehen im Pflegeetikett.

Bei einer leichten Verschmutzung an einer Stelle sollte dennoch das ganze Kleidungsstück gewaschen werden, denn auf Seide bilden sich schnell unschöne Wasserflecken. Bitte keinen Fleckenentferner verwenden.

Auch der Schleudergang und der Wäschetrockner sind nichts für Seide. Sie können das Kleidungsstück auf ein Handtuch legen und dort trocknen lassen, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung.

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Leichtes Bügeln von links und ohne Druck auf Stufe 2 bringt Seide wieder in Form.

Leinen

Leinen ist kühlend auf der Haut, schmutzunempfindlich und strapazierfähig, doch sie knittert sehr stark und kann schnell einlaufen.

Die Naturfaser Leinen lässt sich bei bis zu 60 °C waschen, bügeln sollte man sie feucht oder mit Dampf bis Stufe 3. In den Trockner hingegen gehört Leinen nicht.

Pflege von chemischen Fasern

So pflegen Sie die verschiedenen Synthetikfasern:

Polyamid /Polyacryl /Polyester

Die drei Synthetikfasern sind alle sehr knitterarm, elastisch und reißfest. Polyester und Polyamid werden zum größten Teil aus Erdöl gewonnen, Polyacryl aus der Basissubstanz Propylen.

Pflegeleicht sind sie alle.

Sie können bis maximal 40 °C mit einem Feinwaschmittel gewaschen werden, beim Bügeln reicht Stufe 1. In den Trockner sollten diese Fasern nicht, da sie sich schnell elektrostatisch aufladen und hitzeempfindlich sind.

Falls sie mal zu heiß gebügelt werden, können sie schmelzen, das gilt besonders für Polyester.

Elasthan

Bei Elasthan handelt es sich um eine synthetische Faser, bestehend aus Polyurethan. Da sie sehr dehnbar ist, findet sie sich in Stretchtextilien wie Jerseystoffen, Strümpfen, Bademode und Unterwäsche.

Textilien mit Elasthan-Anteil können bis zu 40 °C gewaschen werden. In den Trockner sollten sie nicht, denn dadurch wird Elasthan schneller brüchig und verliert seine Dehnbarkeit.

Normalerweise brauchen solche Stoffe nicht gebügelt zu werden, weil sie so gut wie nicht knittern. Falls doch, reicht Bügelstufe 1.

Acetat

Acetat ist eine Faser, die durch die chemische Behandlung des Naturstoffs Zellulose und dem Zusatz von Essigsäure produziert wird. Der Stoff fällt leicht und fließend, knittert kaum und trocknet sehr schnell.

Sie können Textilien aus Acetat mit einem Feinwaschmittel bis maximal 30 °C oder auch mit der Hand waschen. Beim Bügeln bitte nur Stufe 1 einstellen, denn Acetat ist wärmeempfindlich. Auf den Einsatz des Wäschetrockners sollten Sie verzichten.

 

(Bildquelle Artikelanfang: © kesie91 /Pixabay.com)

 

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