Teure Mode als Pfand: Wenn Geld dringend benötigt wird

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Abbildung 1: Besondere Schuhe können beim Pfandleiher durchaus einen guten Erlös bringen. Es kommt jedoch immer auf den Zustand an. Bildquelle: @ Sébastien Chiron/ Unsplash.com

Manchmal läuft es schlichtweg nicht. Finanziell wird es knapp und die Möglichkeiten, Gelder zu erhalten, sind begrenzt.

Wer auf die Schnelle keinen Kredit aufnehmen kann und auch sonst keine liquiden Mittel hat, der ist oft auf sein bisheriges Hab und Gut angewiesen.

Mitunter können auch Modestücke bedeuten, dass künftig doch ausreichend Nahrung im Kühlschrank ist. Aber welche Mode eignet sich und wie kann diese als Vermögensbestand betrachtet werden?

Mode als Vermögensgegenstand

Die Maßgabe ist natürlich, dass es sich um hochwertige Mode handelt. Designermode erzielt auf dem Zweitmarkt wesentlich mehr Geld als bloße Stücke aus den normalen Geschäften.

Marken- und Designermode gilt stets als Vermögensgegenstand, sofern die Stücke gut gepflegt wurden. Aber wie können sie zum Geldgewinn genutzt werden?

  • Verkaufen – Das ist die einfache, dafür aber auch die unwiderrufliche Lösung. Auf Gebrauchtbörsen, in den Kleinanzeigen und natürlich in den örtlichen Second-Hand-Geschäften gibt es ausreichend Optionen. In einigen Städten gibt es gezielte Second-Hand-Geschäfte, die sich rein auf Designermode spezialisieren. Doch Vorsicht: Die Hürden dort sind hoch. Je nach Region wird die Messlatte stark aufgestockt.
  • Zustand – Selbst das teuerste Designerstück bringt kaum Geld ein, wenn es sich in einem schlechten Zustand befindet. Deutlich abgetragene Stücke, Handtaschen oder Schuhe mit echten Gebrauchs- und Abnutzungsspuren werden teilweise gar nicht angenommen.

Das Problem bei Mode in Verbindung mit Vermögensgegenständen ist, dass sie oft nur für den Einzelnen einen Wert darstellen. Sicher, wer sich als Auszubildender die teure Designerhandtasche quasi vom Mund abgespart hat, der sieht in dieser einen Wert.

Andere hingegen nur eine Handtasche. Ist es also kein Designer, der nur geringe Stückzahlen von der Tasche produziert hat, kann der Wert im Wiederverkauf sehr gering sein.

Mode ins Pfandhaus bringen

Auch das Pfandhaus kann eine sinnvolle Lösung darstellen. Hier kommt es jedoch stark auf die Art der Mode an. Kurzum: Einfache Hosen, Blusen, Shirts oder Pullover sind kaum gefragt, unabhängig von dem dahinterstehenden Namen.

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Ein Pfandhaus muss immer die Rechnung beginnen, wie viel das Pfandhaus erzielt, wenn die Stücke in die freie Auktion gehen. Die Pfandgebühr muss mindestens wieder hereingeholt werden. Bei üblichen Stücken ist das kaum zu schaffen. Welche Mode passt denn sonst?

  • Mäntel – sie können teilweise gut verpfändet werden. Teilweise, denn Pelzmäntel aller Art erzielen kaum noch einen realen Marktwert im Zweitverkauf. Wer jemals versuchte, hochwertige Pelzmäntel der Großeltern zu veräußern, der kennt das Problem: Der Markt ist schlichtweg zu gering. Sportjacken, Winterjacken, auch spezielle Sportbekleidung von Designern hingegen sind gute Objekte für Pfandhäuser.
  • Accessoires – mit ihnen kann das größte Geld gemacht werden. Handtaschen, Gürtel, Schmuckstücke, Schals und Mützen nehmen kaum Platz weg, dafür bringen sie notfalls in der Auktion Geld, wenn der richtige Name dahintersteht.
  • Schuhe – bei ihnen müssen es nicht einmal die Schuhe von großen Designern sein. Wer besondere Sneaker besitzt, der weiß, welchen Wert sie auf dem Markt haben.

Ob ein Pfandhaus die Stücke annimmt und gutes Geld bezahlt, hängt immer vom Stück und dem Designer ab. Nicht jeder Modedesigner ist beständig gefragt.

Ein Beispiel: Wenn Designer plötzlich eine Linie für Discounter anbieten, so sinkt der generelle Wert. Für den Designer wird die Zielgruppe zwar größer, doch der Wert der einzelnen Stücke sinkt.

Hin und wieder ist auch die Zeit entscheidend. Nicht zu jeder Jahreszeit geht jedes Kleidungsstück. Pfandhäuser müssen immer an die mögliche Auktion denken.

Je nach ihrer eigenen Zielgruppe werden Pfandstücke auch zu Ladenhütern. Daher sollten Designerstücke möglichst in die Pfandhäuser gebracht werden, die für ihr diesbezügliches Portfolio bekannt sind.

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Alternativen

Verkaufen und in Pfandhäusern verleihen sind relativ unsichere Lösungen. Zwar bietet das Pfandhaus immer die Option, die Stücke wieder auszulösen, doch kann der vorherige Erlös durchaus gering ausfallen. Im Ernstfall, wenn dringend Geld benötigt wird, ist das schlecht.

Aber wie wäre es, wenn der Kleiderschrank geschlossen bleibt und stattdessen das eigene Auto gepfändet wird? Neben reinen Autopfandhäusern, in denen das Auto gegen Geld abgegeben und eventuell wieder ausgelöst wird, gibt es längst andere Lösungen. Bei Pfando können Kunden ihr Auto nach dem Gelderhalt sogar wieder mitnehmen:

  • Sell-and-rent-back – Praktisch betrachtet verkauft ein Nutzer von Pfando sein Auto und erhält dafür einen festen Wert, der sich nach dem Auto richtet. Nun wird jedoch ein Vertrag geschlossen, über den der alte Besitzer den Wagen erhält und weiternutzen kann. Er zahlt nun für die Vertragsdauer eine monatliche Gebühr.
  • Einfachheit – Per WhatsApp oder Telefon wird ein Termin in der nächsten Pfando-Filiale Dort wird sogleich der Wagen angeschaut, bewertet. Nun wird dem Halter ein Angebot unterbreitet. Nimmt er es an, hat er kurz darauf das Bargeld in der Hand.
  • Wichtig – Es ist immer sinnvoll, wenn der Wagen für die Begutachtung sauber und gepflegt ist. Der Wert wird so deutlich gesteigert. Zudem ist es natürlich wichtig, dass sich der Wagen im Besitz des Halters befindet, also nicht noch finanziert ist. Welche weiteren Voraussetzungen notwendig sind, erklärt Pfando ausführlich auf der Webseite.

Ist dringend Geld benötigt, ist diese Option sicherlich die beste. Zumal das Auto wieder mitgenommen werden kann, wenn auch als Mietauto. Je nach Vertrag kann das Fahrzeug später wieder ausgelöst werden.