Markenkleidung – Ist sie wirklich besser?

Eine neue Hose oder eine neue Jacke muss her. Nun stellt sich die Frage, ob man in den Discounter läuft und zum nächstbesten Stück greift oder lieber etwas mehr investiert und sich an Markenkleidung richtet.

Ob es sich um ein Prada-Kleid, eine Gucci-Handtasche, Lacoste-Schuhe oder andere Markenkleidung handelt, wir alle kennen die großen Namen der Modebranche. Seit vielen Jahren setzen Menschen auf teure Modelabels, in der Annahme, dass sich diese qualitativ von günstigeren Artikeln abheben, eine bessere Passform gewährleisten und allgemein länger halten.

Ob diese Vermutungen allerdings der Wahrheit entsprechen und was wirklich den Unterschied zwischen Markenkleidung und No-Name- oder Discounter-Produkten ausmacht, haben wir genauer untersucht.

Qualität statt Quantität?

Wahrscheinlich hat sich jeder, der in teure Markenkleidung investiert, schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viele preisgünstige Hosen aus dem Einzelhandel er anstelle einer einzigen Markenjeans bekommen könnte.

Am Ende entscheidet man sich dann guten Gewissens aber dennoch für die teurere Variante, da Qualität schließlich vor Quantität gestellt werden sollte, oder?

Man sagt, wer billig kauft, kauft doppelt – und in vielen Fällen ist das mit Sicherheit auch der Fall. Ist uns die Qualität und lange Haltbarkeit bei einer Markenkleidung aber garantiert?

Ehrlich gesagt, ist die Garantie dafür erst dann gegeben, wenn man die Produktdetails eines Artikels genau geprüft hat. Ausschlaggebend für die Qualität sind schließlich die verwendeten Materialien und die Verarbeitung.

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Ein hohes Preisschild ist nicht automatisch Indiz für besonders gute Qualität. Letztendlich kann eine Hose für 50 Euro genauso gut verarbeitet sein wie eine für 150 Euro.

Manchmal zahlt man auch einfach nur für den Namen. Um also ein wirklich gutes und hochwertiges Kleidungsstück ausfindig zu machen, sehen Sie sich die Verarbeitung genau an und prüfen Sie die Materialien.

Die inneren Werte zählen

In welchem Punkt sich definitiv ein Unterschied zwischen günstiger Mode und Markenmode finden lässt, ist in dem Prozess, der dahintersteckt. Ein günstiges Modell kann genauso gut aussehen wie ein teures, doch der ausschlaggebende Faktor für den Preisunterschied kann man im Herstellungsprozess finden.

Wer von einer bekannten Marke kauft, kann sich in der Regel ziemlich sicher sein, dass hinter der Herstellung sichere Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und Nachhaltigkeit steckt. All das kommt bei billigen No-Name-Produkten meist zu kurz.

Es kam in den letzten Jahren nicht umsonst immer wieder zu Skandalen bei Billig-Modeanbietern, die sich für niedrigste Herstellungskosten für nichts zu schade waren.

Billige Kleidung wird meist in fernen Ländern produziert, in denen die Herstellungskosten so gering wie nur möglich sind.

Wenn Sie ein günstiges Kleidungsstück in der Hand halten, sollten Sie sich also fragen, ob die Arbeiter, die dahinterstecken, wirklich fair bezahlt und behandelt werden können, wenn der Artikel doch für den Endkunden so wenig kostet.

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Markenmode gewinnt in diesem Punkt mit Abstand, denn diese Kleidungsstücke können mit ruhigem und gutem Gewissen gekauft werden.

Markenmode als Statussymbol

Die Zeiten, in denen wir Kleidung einfach nur zum Sinne des Zwecks getragen haben, sind lange vorüber. Heute kommt es bei vielen auf das Modebewusstsein an. Markenmode galt seit jeher als eine Art Statussymbol.

Sie zeigt nicht nur, dass man besonders trendbewusst ist, sondern spiegelt auch einen gewissen Wohlstand wider. Das ist zumindest das Bild, das viele von Markenkleidung haben.

Kleidung, die wir uns kaufen, trägt gewissermaßen immer auch zu unserem Lebensgefühl bei. Wir sehen sie eben nicht mehr nur als Mittel zum Zweck, sondern geben darüber auch unsere Persönlichkeit und unsere Gefühle zum Ausdruck.

In der heutigen Gesellschaft ist der Druck von Markenprodukten jedoch nicht mehr so hoch wie er mal war. In diesem Punkt kann man also auch mit günstiger Kleidung punkten, da sie optisch schon ziemlich gut an die teuren Markenmodelle herankommt.

Zusammengefasst haben also sowohl günstige als auch teurere Kleidungsstücke ihre Vor- und Nachteile. Machen Sie sich daher selbst Gedanken, welche Argumente für Sie wichtiger sind, wenn Sie das nächste Mal shoppen gehen!

(Foto Artikelanfang: © Ryan Plomp /Unsplash.com)

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