Grüne Mode - was ist damit gemeint?
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Grüne Mode, Öko-Mode oder auch Ecofashion, spielt im Modebereich eine immer größer werdende Rolle. Menschen, die ihr Leben auf einer ökologisch korrekten Basis ausgerichtet haben, interessieren sich daher für eine nachhaltige und umweltverträglich hergestellte Kleidung.

Auch mir ist dieser Begriff der grünen Mode in den vergangenen Monaten sehr häufig ins Auge gefallen, obwohl es die Öko-Mode natürlich schon deutlich länger gibt.

Wer sich mit diesem Thema näher und intensiver auseinandersetzen will, der wird sich anfangs fragen, was grüne Mode ausmacht bzw. was genau damit gemeint ist. Ich habe mich im Internet dazu umgesehen und bin auf viele Quellen, Informationen und auch Online-Shops zum Thema „Grüne Mode“ gestoßen.

Grüne Mode und ihre Definition

Grüne Mode impliziert den Begriff der Nachhaltigkeit, was bedeutet, dass der Verkäufer grüner oder umweltfreundlich produzierter Mode die „saubere“ Herstellung des Produkts vom Anfang bis zum Ende des Produktionsweges nachweisen kann.

Bei der Herstellung wird auf den Einsatz von umweltbelastenden Stoffen, Chemie, Ausnutzung der Arbeiter/innen, inhumane und entwürdigende Arbeitsbedingungen usw. verzichtet.

Auch weitere Produkte, die für die Fertigung der Kleidung eingesetzt werden, wie Knöpfe oder Garne, müssen umweltfreundlich produziert werden.

Dass Naturgarne wie Baumwolle oder Bambus zur grünen Mode gehören, ist einleuchtend. Doch wie ist es mit synthetisch hergestellten Fasern wie Viskose, Lyocell oder Polyester? Können sie auch für grüne Mode eingesetzt werden? Der allgemeine Tenor sagt ja, solange die Fasern auch umwelttechnisch keine Probleme darstellen, d. h. sauber hergestellt werden und recycelfähig sind.

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Ein weiteres Problem lassen tierische Fasern wie Schurwolle oder Leder aufkommen, inwieweit diese ökologisch korrekt produziert werden können. Es gibt Designer, die keine tierischen Produkte für ihre Kollektionen verwenden, wie z. B. Stella McCartney. Denn meistens werden die Tiere als Rohstofflieferanten nicht natürlich gehalten und haben ein kurzes und qualvolles Leben.

Diese Betrachtung lässt sich immer weiter spinnen, denn auch der ökologisch korrekte Baumwollanbau ist nicht ohne, weil er ungeheure Mengen an Wasser verschlingt, das sinnvoller verbraucht werden könnte. Oder Soja: Daraus lassen sich auch Fasern herstellen, aber eigentlich ist Soja ein Nahrungsmittel. Sollte man daher riesige Anbauflächen für die Herstellung für Kleidung aus Sojafasern beanspruchen oder doch lieber diese Flächen für den Anbau von Lebensmitteln einsetzen?

Wie Sie sehen, gibt es auch bei der grünen Mode immer noch einige Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten, was wirklich ökologisch ist und was eher nicht.

Einstieg in die grüne Mode – Tipps

Wer einen Weg zur grünen Kleidung oder Mode gefunden hat und sich mit deren Besonderheiten mehr beschäftigen will, der sollte auf der Website von Kirsten Brodde vorbeischauen. Sie führt gemeinsam mit anderen Autoren/innen den Blog „Grüne Mode“ und hat ein Buch über dieses Thema geschrieben, sein Titel lautet „Saubere Sachen“.  Außerdem finden Sie dort eine „grüne Liste“ zum Downloaden. Darauf finden sich mehr als 100 Modelabels, die umweltschonend und sozialverträglich produzieren.

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Ebenfalls eine gute Informationsquelle für Ecofashion ist der Blog „Grünemode“. Hier finden Sie Artikel hauptsächlich zu den Themen „Grüne Mode Labels“ und „Grüne Mode Shops sowie Läden“.

Ausblick: Ich werde mich in weiteren Blogartikeln mit Ecofashion beschäftigen sowie Labels und Online-Shops, die Ecofashion produzieren bzw. verkaufen, näher vorstellen.

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