Die eigenen Fashionbilder schützen? Drei Methoden zur Abschreckung von Bildpiraten

So manch ein Fashion-Fotograf fragt sich nicht selten, wie er es hinkriegen soll, seine Arbeiten vor Betrug und Diebstahl zu schützen. Im digitalen Zeitalter ist es ein Leichtes, Bilder zu stehlen, zu verändern oder unrechtmäßig zu verwenden.

Gleichzeitig muss man als aufstrebender Fotograf in der Modewelt aber seine Bilder präsentieren und veröffentlichen, um dauerhaft von sich reden zu machen. Doch wie nur?

Zum Glück gibt es mehrere Möglichkeiten, die eigenen Bilder urheberrechtlich zu kennzeichnen und so vor Inhaltsdieben zu schützen. Die folgenden drei Methoden unterscheiden sich in Effizienz, Aufwand und eventuellen Kosten, doch schrecken sie alle zuverlässig Bildpiraten von dem Missbrauch der eigenen Arbeiten ab.

1. Geringe Bildauflösung

Eine erste Möglichkeit, um den Diebstahl der eigenen Arbeiten uninteressanter zu machen, ist das Herunterschrauben der Bildauflösung bei öffentlicher Verbreitung der Bilder. Indem die Qualität verringert wird, wird es unattraktiver für Bildpiraten, sich der Fotografien zu ermächtigen.

Zudem kann so auch die Ladezeit der eigenen Website, auf der die Bilder veröffentlicht werden, signifikant verringert werden, was auch für Besucher der Seite ein angenehmer Nebeneffekt ist, sowie das Ranking bei Google beeinflussen kann.

Viele Grafikprogramme bieten die Funktion, Bilder mit geringerer Auflösung zu speichern. Dabei fällt die Änderung in der Qualität mit dem bloßen Auge oder für ungeübte Betrachter nicht ins Auge, da keinerlei merkbare Unschärfe entsteht.

Lesen  Textilfasern: Was ist Lyocell?

2. Copyright und Urheberrechtshinweise

Als zweite Möglichkeit können Copyright und Urheberrechtshinweise über der Galerie angebracht werden, anstatt diese im Footer oder Disclaimer der Website zu verstecken. Ein eindrücklicher schriftlicher Hinweis, der sofort beim Anschauen der Fotos ins Auge sticht, kann Bildpiraten vor Diebstahlversuchen abschrecken. Zudem kann der Hinweis mit der Androhung rechtlicher Konsequenzen bei Missbrauch des Eigentums versehen werden sowie darauf aufmerksam gemacht wird, dass Verletzungen beobachtet werden.

Vorteil hieran ist neben der recht eindrücklichen Abschreckung zudem die einmalige Installierung der Hinweise, was den Zeitaufwand geringhält. Die Bilder werden zudem nicht verunstaltet oder in ihrer Qualität eingeschränkt. Allerdings kann ein solcher Hinweis leider nicht nur einschüchternd auf Inhaltsdiebe, sondern auch auf potenzielle Kunden und Besucher der Website wirken.

3. Wasserzeichen

Eine sehr gute und bewährte Methode, die auch viele professionelle Fotostudios und Fotografen nutzen, ist das Erstellen eines Wasserzeichens, welches über die Fotografien gelegt wird. Mithilfe eines Wasserzeichens können die Fotos signiert werden, wodurch sie auch bei unkontrollierter Verbreitung im Internet immer auf den Fotografen zurückgeführt werden können. Aber auch bei Vermarktung der Fotos können diese vor Diebstahl geschützt werden.

Ein Wasserzeichen erstellen ist nicht sonderlich aufwändig, so gibt es beispielsweise Softwares, die dies ermöglichen. Das Wasserzeichen ist normalerweise als Logo oder Schriftzug semi-transparent über das Bild gelegt und digital so eingearbeitet, dass es nicht einfach weggeschnitten werden kann. Dadurch ist die Abschreckung für Bildpiraten sehr hoch, die mithilfe von Grafikprogrammen erst mit viel Arbeit das Wasserzeichen entfernen müssten.

Lesen  Modetrends für Frühjahr und Sommer 2012

Der einzig negative Effekt eines Wasserzeichens zum Schutz der eigenen Bilder ist die Beeinflussung des visuellen Erlebens der Arbeiten. Da das Wasserzeichen, wenn auch halb transparent, mit dem bloßen Auge sichtbar ist, kann es unter Umständen von der Qualität der Arbeit ablenken.

(Bildquelle Artikelanfang: © Los Muertos Crew /Pexels.com)

Schreibe einen Kommentar

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner