Sneaker-Trends 2020

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Sneaker-Trends 2020
Foto: © grailify /Pixabay.com

Jeder Bereich der Mode durchläuft regelmäßig diverse Trends, die für eine gewisse Zeit die Massen polarisieren und den Standard für Bekleidung setzen.

Auch Sneakern bleibt dieser wiederkehrende Zyklus nicht erspart, was immer wieder für neue und interessante Konzepte sorgt. Das Jahr 2020 bildet dabei mit sehr innovativen Sneaker-Trends absolut keine Ausnahme.

High-Fashion Sneaker

Viele denken bei Sneakern unmittelbar an ein eher junges Publikum, das sich nicht sonderlich viel mit High-Fashion auseinandersetzt. Tatsächlich könnten die Zielgruppen beider Modebewegungen nicht unterschiedlicher sein.

Und dennoch gehören Sneaker-Modelle in Kollaboration mit renommierten Designer-Labels zu den populärsten Trends des Jahres 2020.

Tatsächlich zählen so beispielsweise die Dior x Nike Air Jordan 1 zu den mit Abstand am begehrtesten Sneakern dieses Jahres. Die Luxusmarke versieht den Schuh dabei mit einmaligen Details, die unmittelbar an Dior erinnern lassen.

So kommt auf dem Obermaterial beispielsweise ein Grauton zum Einsatz, welcher die Marke bekanntlich repräsentiert. Der typische Nike Swoosh erhält auch ein Makeover und wirkt ebenfalls deutlich luxuriöser.

Der Wiederverkaufswert des Air Jordan 1 wird durch diese Neuinterpretationen und die Kollaboration im Allgemeinen astronomische Höhen erreichen.

Egal ob man sich nun Kollaborationen mit Louis Vuitton, Supreme, Dior oder Prada anschaut, die Popularität in der Sneaker-Gemeinschaft ist immer enorm.

Auch wenn die Turnschuh-Enthusiasten nicht vermuten lassen, dass sie sich allzu stark für High-Fashion interessieren, freuen sie sich dennoch über jede Kollaboration mit einem renommierten Label. Spätestens dann haben beide Zielgruppen etwas gemeinsam.

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Wear-Away Sneaker

Das folgende Problem kennt vermutlich jeder. Man hat einen absoluten Lieblingsschuh, von dem man nicht genug kriegen kann und gefühlt zu jedem Anlass anzieht.

Das hat allerdings häufig zur Folge, dass das jeweilige Modell irgendwann sehr mitgenommen aussieht und schlichtweg den Glanz der ersten Stunde verliert.

Was wäre aber, wenn man dieses schrecklich wirkende Szenario beim Tragen seiner Sneaker herbeisehnt? Genau das ist das sehr innovative Konzept von sogenannten Wear-Away-Schuhen.

Wenn man ein solches Modell erwirbt und das erste Mal aus dem Karton heraus nimmt, fällt einem zunächst nichts allzu Seltsames auf. Der Sneaker wirkt in den meisten Fällen wie ein ganz normaler Schuh, der frisch vom Hersteller stammt und die gewünschten Farben trägt.

Nun haben Wear-Away-Sneaker aber das ganz besondere Feature, dass das Obermaterial aus zwei verschiedenen Schichten besteht.

Die ursprüngliche Schicht kann dabei allerdings durch reguläres Tragen eigenständig abfallen oder absichtlich entfernt werden, sodass die sekundäre Schicht mitsamt ihrer neuen Farben zum Vorschein kommt. Dadurch ist es plötzlich auch gar nicht mehr so schlimm, dass die Schuhe übermäßig viel getragen werden.

Dieses sehr populäre Konzept wurde bereits auf zahlreiche Sneaker-Modelle angewendet. Der allseits beliebte Nike Air Force 1 durfte sich so beispielsweise schon über das besondere Feature freuen.

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Der Sneaker wurde in der Ausgangsversion vollständig in Weiß gehüllt, weshalb er auch einen sehr unscheinbaren Eindruck macht.

Wenn man die erste Schicht auf dem Obermaterial nun allerdings entfernt, kommen sekundäre und sehr auffällige Farben zum Vorschein. Der Schuh hat nach einer gewissen Zeit also sein gesamtes Erscheinungsbild geändert.

Eine alternative Version des Wear-Away-Effekts wurde auch auf einen Air Max 90 Premium angewendet. Das Modell besitzt dabei allerdings keine separaten Materialschichten, sondern aufeinandergelegte Farben.

In diesem Fall redet man eher von einem Rub-Away-Obermaterial, weil sich die obere Farbschicht bei Nutzung abreibt und die darunterliegende Farbe offenbart. Auch wenn sich die Vorgänge ein wenig unterscheiden, bleibt das innovative Ergebnis identisch.

Deconstructed Sneaker

Deconstructed Sneaker verfolgen ein ähnliches Ziel wie die Wear-Away-Modelle, werden aber bereits zu Beginn „unfertig“ ausgeliefert. Dies kann sich dabei beispielsweise dadurch äußern, dass Nähte ausgefranst wirken oder typische Details an den falschen Stellen platziert werden.

Der experimentelle und sehr unfertig wirkende Look ist also keineswegs aufgrund eines Produktionsfehlers entstanden, sondern aufgrund einer bewussten Designentscheidung.

Dem adidas Superstar WS2 ist beispielsweise dasselbe Schicksal widerfahren, weshalb der Klassiker sehr unkonventionell und vor allem unfertig wirkt. Der Deconstructed Look bietet aber dennoch eine sehr interessante Ästhetik, die den ein oder anderen Blick anzieht.